Der Hintergrund
Unsere Meinung zu bisherigen Planungen
Aus Potsdam kommend lenkt Caputh seine Besucher durch die wunderschön restaurierte Lindenstraße, vorbei an der Stülerkirche und dem Caputher Barockschloss mit seinen historischen vorgelagerten Wohngebäuden. Künftig sollen nur wenige Meter weiter Zufahrten und der Großparkplatz für ein neues Einkaufszentrum entstehen?
Wir sind der Meinung, das kann der Weisheit letzter Schluss nicht sein. Eine solche Entwicklung würde das Ansehen des gesamten Ortes nachhaltig beschädigen! Wenn an dieser Stelle, wie von vielen Bürgern gewünscht, weitere Einkaufsmöglichkeiten entstehen sollen, dann muss hier Architektur mit Geschmack und Vernunft, mit Liebe und Phantasie verwirklicht werden, um das historische Ortsbild nicht zu zerstören sondern zu ergänzen. Hier muss gelten: Allgemeinwohl geht vor Gewinnerzielung!
Die derzeit vorgesehene Anordnung eines Supermarktzentrums nebst ca. 42 phantasielosen Bauplätzen für Einfamilienhäuser erscheint als Entwicklungsperspektive völlig unzureichend. In der Rahmenplanung von 2003 war eine städtebauliche Fassung der Friedrich-Ebert-Straße mit zweigeschossiger Randbebauung vorgesehen, in die Einzelhandelsflächen, Gastronomie und Dienstleistung einziehen sollten. Nun wurde nach jahrelangem Tauziehen mit einem am Wohl Capuths nicht interessierten Supermarktentwickler von dieser Rahmenplanung sang- und klanglos abgewichen. Der öffentliche Raum würde im gegenwärtigen Bebauungsplanvorentwurf in diesem Bereich durch Einfahrten und Parkplätze entwertet werden. Die Verhandlungen zwischen der bundeseigenen BVVG (Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH) als Eigentümerin des Geländes und dem Hamburger Projektentwickler Hopmann werden seit Jahren ohne Ergebnis geführt. Wie auch erst kürzlich der Zeitung zu entnehmen war, könnte dieser Zustand weiter anhalten.
Es ist höchste Zeit den Bürgerwillen zu artikulieren!
Unser Engangement
Die Entwicklungsgesellschaft Blütenviertel GbR bietet der Gemeinde und der BVVG nun ein alternatives Vorgehen an und bewirbt sich als Entwickler und Investor für dieses bedeutende Vorhaben. Wir sind der Meinung, dass es falsch ist, die Entwicklung dieses Gebiets allein von der Realisierung eines Billigheimer-Supermarktstandorts abhängig zu machen, dessen Bedarf im Ort schon vielfach geäußert wurde, dessen Standort allerdings umstritten ist.
Die Realisierung des Blütenviertels als neuem lebenswerten Ortsteil und mit breiter Bürgerbeteiligung setzt voraus, dass die Gespräche zwischen der BVVG und der Entwicklungsgesellschaft Blütenviertel GbR positiv verlaufen und zu einer Einigung führen. Nach der Vertragsunterzeichnung könnte dann kurzfristig die öffentliche Perspektivenwerkstatt, an der alle interessierten Bürger teilnehmen können, stattfinden. Dort werden unter anderem auch die auf dieser Webseite bis dahin eingegangenen Vorschläge und Ideen eingebracht.
In kurzer Zeit soll auf diese Weise der Weg frei werden für die Entwicklung eines ökologisch orientierten, für die Allgemeinheit erlebbaren, qualitativ wertvollen und differenzierten Raums, der in Caputh als Musterbeispiel einer positiven Ortskernentwicklung realisiert wird. Ein Ort der Ruhe und der Erholung mit einer neuen Zuwegung zum Caputher See. Als eine Gesellschafterin der Blütenviertel GbR bringt die VON ZADOW GmbH ihr fundiertes Wissen und europaweite Erfahrung mit der Planung, Kommunikation und Umsetzungen ähnlicher Stadtentwicklungsprojekte ein.
